|
Rasterkarte versus Vektorkarte:
Wo liegen die Unterschiede?
Topographische Rasterkarten
wiedergeben ein plastischeres Bild als
Vektorkarten. Sie sind sehr
verbreitet bei den gedruckten Papierkarten,
wie z.B. die beliebten Karten der
Landestopographie im Massstab 1:25'000,
1:50'000, 1:100'000 usw.. Die Topo Schweiz
Version 3 als Rasterkarte auf dem GPS, bietet die vertraute Ansicht,
wie man sie von einer Papierkarte gewohnt ist.
Rasterkarten haben einen
festen Massstab und sind aus einzelnen
Bildpunkten (Pixel) aufgebaut. Vereinfacht ist es ein Bild im Bitmap
Format. Durch die «Georeferenzierung» wird die Rasterkarte
GPS-tauglich gemacht. Man kann die Rasterkarte auf dem GPS zwar
zoomen, die dargestellten Informationen bleiben aber gleich. Dadurch
leidet beim Herauszoomen schnell die Lesbarkeit und Hineinzoomen
bringt wenig, das heisst die Karte wird «pixelig» und somit
unlesbar. Idealerweise
werden die Rasterkarten im Zoombereich von 80 bis 300 Meter
dargestellt. Im Gegensatz zu einer Vektorkarte ist die automatische
Routenberechnung bei der Rasterkarte nicht möglich.
Dass die neue
Topo Schweiz Version 3 dennoch routingfähig ist verdankt sie einem
Trick, indem die routingfähigen Informationen von der
Vektorkarte «geholt» werden. Man kann sich dies so vorstellen, als
dass die Berechnungen auf der darunterliegenden Vektorkarte erfolgen
und eine Ebene darüber ist die Rasterkarte, welche auf dem Display
angezeigt wird.
Vektorkarten bestehen aus Parametern von Vektoren und
anderen Objekten bzw. mathematischen Anweisungen. Diese werden vom
GPS-Empfänger berechnet und auf dem Display gezeichnet. Beim
hineinzoomen wird das Kartenbild neu berechnet und zeigt mehr
Details an. Umgekehrt werden immer weniger Detailinformationen auf
der Karte abgebildet, je mehr aus der Karte hinausgezoomt wird.
Somit bleibt das Kartenbild übersichtlich. Dadurch hat die
Vektorkarte auch keinen konkreten Massstab.
Vektorkarten zeigen
eher ein schematisches Geländeabbild. Die GARMIN-Vektorkarten bieten
dank der Schummerung dennoch eine relativ plastische
Geländedarstellung. Vektorkarten sind routingfähig, sie verfügen
über eine umfangreiche Datenbank mit Sonderzielen (Point of
Interest) inkl. Adressen. Die POI's können wie eigene Wegpunkte zur
Zieleingabe aufgerufen, bzw. in Routen integriert werden.
Vektorkarten haben gegenüber den Rasterkarten einen weitaus
geringeren Speicherbedarf.
Wer als Alpinist im hochalpinen Gelände auf Trampel- oder gar keinen
Pfaden unterwegs ist, schätzt die grosse Detailtreue der
Rasterkarte. Biker und Wanderer nutzen die Funktionsvielfalt der
Vektorkarte, wenn die Auto-Routingfunktion gewünscht wird.
Die GARMIN Topographische Karte der Schweiz,
Version 3 kombiniert die Vorteile der Raster - und Vektorkarte in
einem Produkt.
|
Die Abbildung zeigt zum
Vergleich den gleichen Kartenausschnitt aus der Region
Zermatt, einmal als Vektor- und einmal als Rasterkarte |
 |
 |
|
Vektorkarte |
Rasterkarte |
|
Darstellungsvergleich zwischen Raster-/Vektorkarte und
der europäischen Topo-Freizeitkarte
|
|